Klimaschutz: Taten statt Worte

In den letzten Jahren ist viel über Klimaschutz geredet worden, und Münster soll bis 2030 klimaneutral werden. Doch was ist bisher passiert? Die fehlende Umsetzung von Ideen durch die Verwaltung ist nirgendwo so offensichtlich wie bei diesem Thema. Dabei hat die Stadt hier den größten Gestaltungsspielraum. Hier können wir eine Menge erreichen!

Inhalt

Klimaneutralität bis 2030

Münster muss seine Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken. Das zentrale Ziel muss die Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 sein. Nachdem in den letzten Jahren viel geredet, aber wenig passiert ist, muss jetzt endlich ein konkretes Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Alle wesentlichen städtischen Entscheidungen müssen den Klimaschutz berücksichtigen. Als Oberbürgermeister werde ich dafür sorgen, dass unsere Stadt tatsächlich klimaneutral wird.

Verkehrswende: Günstiger und schneller Nahverkehr

Der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität gelingt nur, wenn das Angebot attraktiv ist. Mit einem Ein-Euro-Ticket werde ich den Nahverkehr in Münster günstiger machen. Er muss auch schneller werden. Das gelingt mit neuen Busvorrangspuren, die endlich realisiert werden müssen. Zudem werde ich Bahntrassen reaktivieren und eine Stadtbahn mit schnellem Takt ins Münsterland möglich machen. Damit wird der Pendlerverkehr auf den Straßen reduziert, viele Nerven geschont und das Klima geschützt. 

Weniger Autos – mehr für Fahrräder

Die Altstadt gewinnt, wenn die Verkehrswende gelingt. Da, wo sich jetzt Autos stauen, wird eine autofreie Museumsmeile zwischen Dom und Aegidiimarkt mehr Lebensqualität bringen. Der Ausbau von Radwegen muss sich an Sicherheit und Komfort (breiter, klarer erkennbar, besser beleuchtet) orientieren. Dafür muss auch Verkehrsraum umverteilt werden zugunsten unserer klimafreundlichen Leezen. Mit Mobilitätsstationen soll der Umstieg auf Fahrrad, Bus und Bahn gelingen.

Gebäude sanieren und Energie einsparen

Hocheffiziente Neubauten sind richtig und wichtig, doch das größte Einsparpotential von Energie liegt in den Bestandsgebäuden. Ich werde ein Sanierungsprogramm für eine Reihe von städtischen Gebäuden einschließlich Schulen auflegen. Damit wird in den kommenden zehn Jahren nicht nur die Energieeffizienz erhöht, sondern auch der Wärmeschutz deutlich verbessert. Ein Vorteil nicht nur fürs Klima, sondern z.B. auch für die Lernbedingungen an Schulen. 

Stadtwerke: Ausstieg aus Kohle und Atomstrom

Außer Beschlüssen ist bisher wenig passiert. Das muss sich ändern: Ich werde Münsters Stadtwerke zum Vorreiter beim Klimaschutz machen. Dazu gehört der Verzicht auf Kohle- und Atomstrom. Ich werde als Oberbürgermeister als Mitglied im Aufsichtsrat persönlich für dieses zentrale Ziel aktiv werden.

Windkraft und Photovoltaik ausbauen

Die Energiegewinnung aus Wind- und Solarkraft soll im gesamten Stadtgebiet und insbesondere auf städtischen Flächen gefördert werden. Dazu gehört, weitere Standorte für Windräder in Münster zu identifizieren. Die Dachflächen städtischer Gebäude werden verstärkt für Photovoltaik genutzt. Münster kann hier deutlich mehr erreichen.