Bildung

Die Corona-Krise hat uns erneut gezeigt, wie wichtig gute Lernbedingungen sind. In Münster gibt es viel zu tun in Sachen Digitalisierung, Tabletausstattung, KiTa- und Schulangebote und vor allem auch bei der Sanierung von Schulen. Da muss sofort gehandelt werden, auch im Sinne von sozialer Gerechtigkeit. Gute Bildung und ein optimales Lernumfeld dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Inhalt

Mehr Tablets in den Klassenzimmern

Die Erfahrungen der Corona-Krise haben uns gezeigt, wie wichtig eine digitale Grundausstattung ist. Ich werde die Anzahl der Tablets in unseren Schulen deutlich ausbauen.Wir brauchen deutlich mehr Geräte in den Klassen. Zudem sollen sich Schülerinnen und Schüler, die bisher kein Gerät zuhause haben, ein Gerät leihen können. Der Zugang zu digitaler Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Elternbeiträge zur Finanzierung der Digitalisierung, wie sie an einigen Schulen erhoben werden, kommen für mich nicht in Frage. Alle Schulen müssen zudem mit schnellem Internet und WLAN ausgestattet werden, unabhängig von ihrer Lage in der Stadt.

KiTa-Versorgung am Wohnort

Beste Bildung beginnt so früh wie möglich. Dazu gehört, dass alle Kinder in direkter Wohnortnähe einen Kita-Platz finden. Der „Kita-Navigator“ wird dafür durch ein optimiertes System ersetzt werden, das den Bedürfnissen der Familien besser entspricht. Ich garantiere damit gleichzeitig, dass sich jede Familie nach spätestens vier Wochen eine Entscheidung über die Kita-Aufnahme ihres Kindes freuen kann.

Digitale Schulbuchlizenzen für alle Schulen

Ich werde als Oberbürgermeister dafür sorgen, dass die Stadt zusätzlich zu den gedruckten Schulbüchern zentral Lizenzen für digitale Medien einkauft. Dafür werden die Eltern selbstverständlich nicht finanziell belastet. Die zentrale Beschaffung bei den Schulbuchverlagen spart enorme Kosten. Im selben Zug erhält jede Schülerin und jeder Schüler ein Office-Softwarepaket mit einer entsprechenden Cloud zur Datenspeicherung.

Dritte Gesamtschule in Roxel

Die städtischen Gesamtschulen müssen jedes Jahr rund 300 interessierte Schülerinnen und Schüler abweisen. Das können wir nicht weiter hinnehmen! Die Zahlen belegen eindeutig: Münster braucht eine dritte Gesamtschule. Die Familien müssen die Wahlfreiheit zurückbekommen, welche Schulform für ihre Kinder die beste ist. Die neue Gesamtschule wird ihren Standort am Schulzentrum in Roxel bekommen, also in dem Stadtbezirk, in dem Münster besonders stark wächst. Damit entsteht ein weiteres Angebot für das gemeinsame Lernen im beliebten Westen unserer Stadt.

Neues Gymnasium in Gremmendorf

Wenn die ehemaligen Kasernenflächen in Gremmendorf mit neuen Wohnungen bebaut sind, gibt es dort nicht nur Bedarf für weitere Grundschulen. Wichtig für die wohnortnahe Schulbildung ist auch ein neues Gymnasium. So war es auch nach der Erweiterung in Gievenbeck der Fall. Deswegen setze ich mich dafür ein, dass in Gremmendorf ein neues Gymnasium gebaut wird. Damit können sich die Schülerinnen und Schüler über kurze Schulwege freuen.

Schulsanierungen und -erweiterungen

Investitionen in Bildung und gute Kitas und Schulen haben absolute Priorität. Das gilt selbstverständlich auch in einer angespannten Finanzlage nach Corona. Und es gilt insbesondere für diejenigen Stadtteile, in denen besonderer Bedarf besteht. Ich werde in meiner Amtszeit zwanzig Millionen Euro jährlich einsetzen, um die Lernbedingungen in Münsters Schulen deutlich zu verbessern. Dazu gehören neben Investitionen die energetische Ausstattung der Gebäude auch einladende Mensen, saubere sanitäre Anlagen, Räume für gemeinsames Lernen und bessere Sporthallen.