Das bin ich

Ich bin 1976 in Münster geboren und aufgewachsen, also ein echter Münsteraner. Deswegen liegt mir unsere Stadt besonders am Herzen!

Ich lebe in einer Wohnung im Erphoviertel. Da fühle ich mich wohl – man ist schnell in der Innenstadt, am Hafen, an der Promenade und am Aasee oder am Kanal. Das ist das Tolle an Münster – der Weg ins Grüne ist nicht weit, und in der Stadt gibt es viele Museen, Theater und Kulturangebote. Direkt ums Eck bei mir liegt die Villa ten Hompel, wo die Stadt an die NS-Geschichte erinnert. Die aktive Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit ist mir ein besonderes Anliegen. Die Bekämpfung von altem und neuem Antisemitismus und von Rassismus ist mir politisch sehr wichtig.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Nach dem Abitur 1995 habe ich die Fächer Geschichte und Latein studiert. Geschichtliche Zusammenhänge haben mich schon immer interessiert, und später auch die Politik. Mit 24 Jahren war ich fertig mit dem Studium. Weil ich für die Themen und Fragestellungen brannte, habe ich mir die Zeit für eine Doktorarbeit genommen. Die Zeit in der Wissenschaft hat mich gelehrt, den Sachen auf den Grund zu gehen und mich nicht mit den einfachsten Antworten zu begnügen. Komplexe Fragestellungen schüchtern mich nicht ein. Es fällt mir leicht, zwischen Argumenten abzuwägen und gute Lösungen aus einer komplizierten Gemengelage heraus zu entwickeln. Ich werde immer mal wieder gefragt, ob ich Politikwissenschaftler bin. Doch es ist die Alte Geschichte, also das antike Griechenland, das mich wissenschaftlich am meisten interessiert hat. Ich habe mich unter anderem mit der Frage um die Erinnerung an die Schlacht von Marathon auseinandergesetzt. In meiner Arbeit kann man nachlesen, warum die berühmte Geschichte vom Marathonläufer, der mit der Siegesnachricht tot zusammengebrochen sein soll, nur eine kluge Erfindung athenischer Politiker war. In Wirklichkeit hat es diesen Marathonläufer nie gegeben. 2005 habe ich die Arbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität eingereicht. 

Fußball und anderer Sport

Der Marathonlauf fiel als Sportart für mich also definitiv aus, aber mich hat immer der Fußball begeistert. Seit meiner Schulzeit habe ich jede Saison viele Spiele des SC Preußen besucht. Ich habe so als Zuschauer ziemlich alle Höhen, aber auch die vielen Tiefen des Fußballs in Münster miterlebt – vom Zweitliga-Aufstieg 1989 über die Abstiege 1991 und 2006 bis hin zur Weiterentwicklung in der Dritten Liga seit 2011. Leider hat mein eigenes fußballerisches Talent nie gereicht, um selbst aktiv zu spielen. Meinen privaten sportlichen Ausgleich finde ich stattdessen beim Laufen, Schwimmen und Radfahren. Auch wenn dies eher Individualsportarten sind, haben sie einen sehr schönen Nebeneffekt: Ich bewege mich draußen und bin dabei immer unter Menschen. Dadurch sehe und beobachte ich viel. Ich bleibe gerne ein paar Minuten für ein Gespräch stehen, sei es am Aasee, auf der Promenade, auf einem Pättken an den schönen Stadträndern oder beim Verschnaufen am Beckenrand eines unserer städtischen Bäder.

Seit über 10 Jahren arbeite ich als Gymnasiallehrer am Anettegymnasium im Herzen von Münster.

Beruf und Berufung

Ich bin Gymnasiallehrer geworden, weil ich meine Fächer mag, und weil ich Freude an der Arbeit und am Austausch mit Kindern und Jugendlichen habe. Ich war zunächst Referendar am Gymnasium Wolbeck und arbeite inzwischen seit mehr als einem Jahrzehnt am Annette-Gymnasium an der Grünen Gasse. Dort unterrichte ich Latein und Geschichte. Die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ist gerade in diesen Tagen besonders wichtig, damit sich der braune Ungeist nicht weiter ausbreiten kann, in Münster ebenso wenig wie anderswo.

Politische Impulse

Seit mehr als zwanzig Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in der Politik. Ich bin schon früh in die SPD eingetreten, weil mir soziale Gerechtigkeit ein Herzensanliegen ist. Seit 1999 arbeite ich in Ausschüssen des Rates mit. Ich erlebe jeden Tag in der Schule an meinem Arbeitsplatz, wie ungleich auch heute noch Lebenschancen verteilt sind. Die Schulpolitik hat mich also zur Kommunalpolitik gebracht. 2004 wurde ich zum ersten Mal in den Rat der Stadt Münster gewählt. Seit Anfang 2013 bin ich Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat.

Kompetenz und Führungsstärke in der Verwaltung

In meinen langen politisch aktiven Jahren habe ich gelernt, wie viel gute ehrenamtliche Politik im Rat für unsere Stadt bewirken kann. Aber mir ist vor allem klar, wie wichtig eine kompetente und führungsstarke Spitze der Verwaltung ist. Die besten Beschlüsse im Rat helfen nichts, wenn sie nicht oder nicht gut umgesetzt werden können, weil es an Führungsstärke fehlt. Münster braucht einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung, damit endlich Dinge realisiert werden, statt nur darüber zu debattieren. Deswegen kandidiere ich für das Amt des Oberbürgermeisters!